Ursprung und Hintergrund des Jin Shin Do®
Jin Shin Do heißt wörtlich übersetzt "Weg des mitfühlenden Geistes". Es kombiniert die alte Weisheit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) mit dem ganzheitlichen Verständnis der Zusammenhänge von Körper, Geist und Seele im Westen, wie sie vom österreichischen Psychoanalytiker Wilhelm Reich in einem energetischen Konzept, beschrieben wurden. Reich's Theorie der blockierten Segmente, die für die Zurückhaltung und Unterdrückung von Gefühlen verantwortlich sind, ist Bestandteil des Jin Shin Do.
Die TCM geht davon aus, dass die Lebensenergie Ki, in bestimmten Leitbahnen (Meridianen) im Menschen ständig fließt. Auf diesen Leitbahnen gibt es Punkte vermehrter Energieansammlung, die Akupunktur-, bzw. Akupressurpunkte. Krankheiten und Unwohlsein gehen mit Blockierungen der Leitbahnen und der Akupressurpunkte einher. Eine Behandlung dieser Punkte im Jin Shin Do erfolgt durch eine alte japanische Fingerdrucktechnik, mit sanftem, aber präzisem Fingerdruck werden 2 Aku-Punkte gleichzeitig gehalten.
Die Behandlung erfolgt nach einer ausführlichen Befunderhebung. Das Jin Shin Do beinhaltet auch Taoistische Yoga- und Atemübungen.
Um 1970 entwickelte die amerikanische Psychotherapeutin Iona Marsaa Teequarden diese Synthese aus Traditioneller Chinesischer Medizin und westlicher, humanistischer Psychologie in den U.S.A. Sie schützte dieses eigenständige und erfolgreiche Therapiekonzept mit dem eingetragenen Warenzeichen Jin Shin Do. Durch seine schnelle Verbreitung konnte sie 1982 die Jin Shin Do Foundation als internationales Netzwerk mit einheitlichem Ausbildungskonzept, eigener Berufsorganisation und eigens von Ihr ausgebildeten und autorisierten LehrerInnen gründen.
In Deutschland hat sich Jin Shin Do- Akupressur sowohl im klinischen, als auch im ambulanten Bereich etabliert. Es kommt im Bereich Massage, Physio- und Ergotherapie, sowie in der heilkundlichen Praxis zu Einsatz.